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Sonntag, 13. August 2017

Schminkikram aus England


Ich habe es ja neulich schon mal erwähnt, dass mein großes guilty pleasure diverser Schminkikram ist. Und wer viel aufbraucht darf viel neuen Kram kaufen. Logisch, oder? Ein Glück, dass meine liebe Freundin C. ab und an nach England kommt und da ausländischen Schminkikram für mich kauft. In den Regeln der Schminkikramwelt ist das Zeug, das es hier nicht gibt nämlich noch viel toller. Vermutlich weil man mehr Energie in das Erjagen investieren muss oder so. 
Hach ja, gut, dass ich im Grunde schon weiß, dass das bescheuert ist.

Eigentlich wollte ich nur ein Foundation-Backup, nachdem meine vor knapp zwei Jahren gekaufte Match Perfection Foundation sich langsam doch dem Ende zuneigt. Ich mag sie, tut ihren Job und hat außerdem einen Lichtschutzfaktor. Dann hat mich meine Personal Shopperin aber über ein 3for2 Angebot informiert und die Dinge nahmen ihren Lauf.
Der Lippenstift (mein Babysitterkind sagte immer "Lippenbiff") ist aus der Rimmel London Lasting Finish Lipstick by Kate Moss Reihe in der Farbe 101.

Außerdem habe ich mir noch die Rimmel London Wake me up Foundation und das Superfacialist Vitamin C + Skin Renew Cleansing Oil by Una Brennan (Alter, war denkt sich bitte diese Namen aus?) mitbringen lassen. Bislang habe ich das Öl erst einmal probiert, aber die Begeisterung hielt sich in Grenzen. Nicht nur, dass mir die Mascara anschließend noch unter den Augen hing, ich wurde auch noch daran erinnert, warum ich Zitrusdüfte sonst meide. Es riecht, mit Verlaub, ein bisschen nach Kloreiniger. Weitere Tests stehen aus.

Mittwoch, 12. Juli 2017

12 von 12 im Juli

Der 12. Juli im Hause gudrunella war ein schöner, entspannter Alltagstag. Leider etwas viel Bauchweh für den kleinen Menschen aber inzwischen liegt er zufrieden auf seiner Decke und grunzt vor sich hin. Mehr Einblicke finden sich wie immer hier bei Draußen nur Kännchen.


Offensichtlich zu lange geschlafen bevor ich den morgendlichen Windelwechsel vollzogen habe. Sorry Baby, aber du hast auch gepennt.


Sauberer kleiner Mensch und kurz darauf auch ein sauberer großer Mensch. Zum ersten Mal ein Geschenk einer lieben Freundin ausprobiert. Riecht sehr lecker und unaufdringlich.


Etwas Wärme auf den kleinen Bauchwehmenschen gelegt.


Zu einem Zeitungstermin gefahren.


Dort mit dem Klassiker der schwäbischen Gastfreundschaft entlassen worden: Die halbe Butterbrezel

Daheim einen äußerst erfreulichen Anruf des Chefs entgegengenommen, der mir meine erste große Reportage angeboten hat. Zum Glück habe ich einen Onkel, der sich in puncto Bienen enorm gut auskennt. Der Seuchenmann ist übrigens nur der Seuchenschutzbeauftragte mit dem ich neulich schon über Winterverluste und Milben gesprochen habe.


Den Kindergeldantrag eingetütet.


Den kleinen Menschen umgeschnallt, damit ich mit zwei freien Händen die to-do-Liste abarbeiten konnte.


Umstandsklamotten (ich bin Expertin darin mit zwei Shirts und einem Kleid durch eine Schwangerschaft zu kommen!) und die bereits zu kleinen Babystücke (bis zum hoffentlich nächsten Mal) aussortiert. Aus meinem Minibaby wurde einfach ein Riesenbaby und ich bin hochgradig sentimental. 


Brotteig vorbereitet und in den Gärkörbchen zur Ruhe gestellt.


Kräuterblut für mich. Vitamin D für den kleinen Menschen.


Futter zum Tippen während im Brot das Ofen duftet.

Samstag, 13. Mai 2017

12 von 12 Mai

Long story short: Gesammelt wird hier. 12 Bilder aus ganz unterschiedlichen Tagen. Ich mache mich jetzt auf eine Stöberrunde auf.


04:19 - zweite, nächtliche Tour zur Pipibox und weil ich schon wach bin kann ich gleich nochmal den spannenden Bauch eincremen und neues Wasser besorgen


Gepriesen seien die Bundeswehr-Unterhemden. 


Ein Grußwort und ein Artikel wollen geschrieben werden. Gestern haben zwei Philosophen, davon einer AfD-Politiker über offene Gesellschaft und Leitkultur debattiert. Karl Popper, Ernst-Wolfgang Böckenförde, Heraklit, Hegel und Hobbes auf 400 Worten unterbringen und dann bitte noch möglichst neutral. Pffff, kostet Zeit und Nerven.


Zwischendurch: Quellstück mit Dinkelflocken angesetzt


Gnocchi und Spargel in Bärlauchbutter


Das eben angekommene Packet ausgepackt.


Call me Getränkegirl. Nachdem endlich der elendige Artikel weg ist gibt es ein Päuschen. Rechts der eben neu gelieferte Himbeerblättertee. In der Mitte die Tasse des Grauens.


Mit der Cousine auf ein Eis und einen Spaziergang getroffen. Geschichten aus dem Leben einer Abiturientin gehört. Gar nicht so undankbar ums Alter gewesen. 


Unter scharfer Beobachtung...


Rhabarber geerntet und direkt im Anschluss zu ofengeröstetem Kompott verarbeitet.


Das (neue) Brot in den Ofen geschoben, das laut Rezept eigentlich Tontöpfe erforderlich macht. Ich bin gespannt.


Schnell noch den Wecker für die Brotretter gestellt und gen Stadt und Vergnügen losgezogen.



Donnerstag, 4. Mai 2017

Aufgebraucht oder guilty pleasure

Es gibt ja Menschen, die sagen von sich, dass sie vor allem deswegen gern Lokalzeitungen lesen, weil sie da merken, dass die Welt im Grunde noch ziemlich heile ist. Mein ach-im-Grunde-ist-alles-in-Ordnung-Vergnügen sind YouTube-Videos von Beautygirls und Schminkblogs. Wenn man ehrlich ist, ist es einfach unfassbarer Luxus sich mit Cremes und Salben, Pasten und Seren, Pudern und Ölen zu beschäftigen. Zumal das Format, dass 16-Jährige Produkte in die Kamera halten schon hohes guilty pleasure Potential hat. Besonders gern und besonders staunend verfolgte ich Aufgebraucht-Videos. Es ist einfach unfassbar, wie viel diese Mädels benutzen müssen, um diese Menge an aufgebrauchten Produkten zu haben.


Offensichtlich kann ich mich da ausgiebig drüber wundern. Beste Voraussetzungen für einen Selbstversuch. Als sich Anfang des Jahres abzeichnete, dass über kurz oder lang diverse Produkte das Zeitliche segnen werden, habe ich begonnen zu sammeln. An sich sieht das ja nun doch nach einer ordentlichen Menge aus. Ich habe aber spaßeshalber auch mal rekonstruiert, wie lange ich die Sachen benutzt habe. Damit relativiert sich Menge sehr schnell. Erstaunlich, wie lange das Zeug haltbar ist. Und erstaunlich, dass alles auf einmal leer ging.


Also ich (2010) angefangen habe zu studieren habe ich mir die erste Flasche 0815-Bodylotion gekauft. Das wardie zweite. Mehr muss man nicht sagen. Wurde, wie der Rest wohl auch, vor allem deshalb leer, weil ich in steter Schwangerschaftsstreifenangst inzwischen tatsächlich regelmäßig schmiere. Die Öle sind ebenfalls schon lange Begleiter. Wenn ich mit recht entsinne habe ich das Weleda-Öl seit etwa vier Jahren...


Das Reinigungsöl habe ich im März 2016 gekauft, habe es also ein Jahr lang benutzt. Das pai-Öl stammt sogar aus dem März 2015. Übrigens ist das der heilige Gral, was Gesichtspflege angeht. Die Maske habe ich im Urlaub 2014 gekauft. Himmel, merkt ihr, dass ich nicht nur ewig an einer Flasche hänge, sondern bei den meisten Sachen auch noch rekonstruieren kann, wann ich sie gekauft habe? 


Die Lippenpflege habe ich im Januar 2015 von Freundinnen zum Geburtstag bekommen. Bei den Handcremes versagt die Erinnerung. 
Heute morgen habe ich den ganzen Krempel nun endgültig entsorgt. Vielleicht gönne ich mir später zur Belohnung noch ein kleines Video. Zuerst muss ich mich aber noch eine Weile wundern mit was für unwichtigen Infos ich mir unnötigen Hirnspeicher vollgestopft habe.
Gibt es irgendjemanden, der das auch so macht? 

Sonntag, 21. Februar 2016

Die ganze Welt ist himmelblau

Zum Geburtstag habe ich ein paar Tage Skifahren bekommen. Ein großartiges Geschenk getreu dem Motto Zeit statt Zeug. Toller Schnee, großartiges Wetter, Muskelkater, Germknödel, nette Gesellschaft, rasante Fahrten auf dem Porutscher und viel, viel Spaß inclusive.
Kurz davor war ich im Theater (dazu an anderer Stelle nochmal mehr) und der "Die ganze Welt ist himmelblau" - Ohrwurm hätte nicht passender sein können.



Ich habe nicht viele Skitage. Letztes Jahr ein Tag, davor 2013 ebenfalls einer. Also weit entfernt von Übung. Meine erste Liftfahrt ist jedes Mal aufs Neue gekennzeichnet durch ordentlich Respekt. Dann passiert eine ganz wundervolle Verwandlung, die mich immer wieder fasziniert und überrascht. Während der Kopf noch über Berg- und Talski nachdenkt, Kurven vorausplant und krampfhafte Stoßgebete verfasst, wissen die Beine schon wieder wie es geht. Dieses Körpergedächtnis ist eine tolle Sache.
So schrecklich die ersten fünf Minuten jedesmal wieder sind, so schön ist es danach (also bevor mittags dann die Kraft ausgeht). Dieses Gefühl mit Kraft und Schwung durch wunderschön verschneite Berge zu sausen, während die kalte Bergluft an den Wangen prickelt, ist einfach unbezahlbar. Alleine für die Luft und echten Schnee lohnt es sich für Winterkinder wie mich ja schon in die Berge zu fahren. 



Was mich außerdem immer wieder sehr fürs Skifahren einnimmt ist das angenehme Körpergefühl. Hautenge Hosen und Oberteile, die unbedingt dem letzten Schrei entsprechen müssen, gehören zum Uni-Weiber-Traumfigur-Hüpfkurs und stören dort nicht einmal. 
Beim Skifahren hingegen sehen einfach alle aus wie kleine Tonnen mit voluminösen Hosen und dicken Jacken. Alle haben (danke Helm!) einen Eierkopf, glänzenden Sonnenschutz im Gesicht und einen Gang, der, selbst euphemistisch betrachtet, höchstens noch als Gegenteil zur Ballerina durchgehen kann und eigentlich mehr aus durchdringendem Stampfen besteht als aus allem anderen. 
Sonnencrememäßig war ich dank einer lieben Freundin (Huhu nach England!) perfekt ausgerüstet. Im Alltag ist sie mir zugegebenermaßen etwas zu glänzig und reichhaltig. Eigenschaften, die beim Skifahren aber perfekt sind. Einmal morgens und einmal mittags cremen haben mich völlig unbeschadet wieder nach Hause gebracht. 



Am Ende des zweiten Tages sagte meine Sitznachbarin beim Abwärtsliften: "Alle sind wieder gut runtergekommen und schön wars auch." Ein Einstellung, die ich mir zum Vorbild nehmen möchte. Genau die richtige Mischung aus Respekt (immerhin ist am selben Tag jemand in acht Metern Höhe aus dem Lift gefallen und der Hubschrauber musste jemand anderen abtransportieren) und sorgloser Dankbarkeit.