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Sonntag, 10. Dezember 2017

Tuch Jusha


Eigentlich wollte ich heute was ganz anderes zeigen. Na ja, was soll ich sagen. Das Licht war denkbar fotountauglich und diese Bilder sind seit März (ojeoje) auf dem Laptop und immer noch nicht gezeigt. Dabei trage ich das Tuch gerade wieder sehr gerne. Und da das derzeitige Strickprojekt darüber hinaus ein Weihnachtsgeschenk werden soll kann ich das ohnehin nicht zeigen.


Damals hab ich mich spontan in die Anleitung verliebt (oftmals sind mir so Tücher ja zu trutschig) und hatte das Glück Teststrickerin sein zu dürfen (Danke nochmal!).  Mit Babybauch sind Pullis ja eher schlecht, da kam mir mein erstes Tuch gerade richtig. Die Anleitung ist auch prima, einzig die Originalwolle zu finden war anspruchsvoller als gedacht. Im Nachhinein macht das aber auch nichts mehr. Ich freue mich an meinem Tuch und am warmen Hals.


Später stürze ich mich mitsamt Tuch und Baby ins Weihnachstmarktgetümmel. Bis dahin muss ich erstmal noch den Weihnachtsmarktartikel von gestern schreiben und mir euphemistische Umschreibungen für "Es ist lange Einkaufsnacht und keiner geht hin" überlegen. Besinnliches Arbeiten quasi...


Dienstag, 12. September 2017

Pullunder für den kleinen Menschen


 Der kleine Mensch hat endlich seinen Pullunder bekommen. Im März habe ich ihn schonmal gezeigt, seither lagen die an sich fertigen Teile und haben auf das Vernähen gewartet. Bevor der kleine Mensch, der sich in Wirklichkeit in erstaunlicher Geschwindigkeit in einen großen Mensch verwandelt, aber schon rauswächst habe ich doch die Nadel geschwungen. Die Anleitung ist diese, die Wolle habe ich mal ohne Banderole gekauft und insgesamt 75 gr. gebraucht. Gute Anleitung, kann ich empfehlen. Sieht süß aus, ist zumindest meiner bescheidenen Meinung nach geschlechtsneutral und dank der Knöpfe an den Schultern gut an- und auszuziehen. 425 gr. sind noch übrig. Allerdings muss ich mir eingestehen, dass ich bei meinem Tempo den Partnerlook wohl nicht mehr rechtzeitig fertig bekomme. Zumal ehrlich gesagt mein Opa der einzige Mensch ist, der Pullunder trägt. Trotzdem gut?


Memo an mich: Es bringt nichts zu versuchen, Bilder von einem wachen Kind zu machen. Also außer vieler verschwommener Aufnahmen. Deswegen leider kein Bild mit Knöpfen. Und können wir bitte noch kurz darüber reden, was Pullunder für ein seltsames Wort ist? Pullover seh ich ein, kann ich wörtlich übersetzen und ist sinnig. Aber Pullunder?! Kein Mensch zieht den drunter. Heißt es im Englischen eigentlich auch Pullunder? Und dürfen nur alte Männer mit Glatze einen anziehen? Fragen über Fragen.

Dienstag, 30. Mai 2017

Last-minute Artikel und Rentiersocken



Gestern habe ich für einen Artikel über eine diamantene Hochzeit ein älteres Ehepaar besucht und wie immer muss ich inzwischen fast aufpassen, dass die Leute mich nicht mehr über die Schwangerschaft ausfragen als von sich selbst zu erzählen. Verabschiedet wurde ich unter anderem mit: "Sie arbeiten wohl auch bis direkt zum Termin. So war das bei uns damals auch. Bis um sechs am Abend haben wir Heu gemacht und um zehn war dann unsere Tochter da." 
Meine Güte, ich bin so voller Bewunderung für die ganzen tapferen Frauen, die das früher alle so gemacht haben. Ein bisschen bei Terminen rumsitzen und danach auf dem Sofa schreiben ist wirklich ein Klacks gegen sowas.


Damit das nicht zu langweilig wird überrascht mich mein Chef in letzter Zeit sehr gerne mit last-minute-Terminen. Ende April bin ich erst im Schweinsgalopp zum Kleiderschrank gesaust, um innerhalb von fünf Minuten ein Outfit für einen Termin mit dem König von Benin zu finden. Der Oberknaller war aber, als ich am letzten Montag in Jogginghose, verstrubbelt und ungeschminkt gerade kochend in der Küche stand.
13:51: Anruf Chef. Frau g sind Sie da? Um 14:00 kommt der Bundestagsabgeordnete xy und besucht ein soziales Projekt...
13:52: Frau g schält sich aus der Jogginghose. Immerhin etwas. Der Rest muss bleiben, wie er ist. Der Herd wird ausgeschalten und stattdessen ein Notfall-Müsliriegel geschnappt.
13:55: Abfahrt
14:10: Ankunft beim Termin. Große Augen bei allen Beteiligten, woher denn jetzt noch die Pressetrulla kommt und warum sie zu spät ist.
14:11: Die Pressetrulla merkt, dass sie in der Eile keinen Stift eingesteckt hat. 
Das war tatsächlich eine der Gelegenheiten, bei denen ich die Vorzüge des Alters merkte. Noch vor ein paar Jahren wäre mir das alles entsetzlich unangenehm gewesen. Heute bitte ich um einen Stift und Entschuldigung für die Verspätung und das wars.


Nichtsdestotrotz kommt das rumgammeln und Eis essen nicht zu kurz. Damit ich mich dabei nicht zu faul fühle bin ich in die Sockenproduktion eingestiegen. Den Anfang machten diese jahreszeitlich so wundervoll unpassenden Rentiersocken, die sich die kleine Schwester ausgesucht hat. Zur Strafe musste sie als Beinmodell herhalten, ohne Rücksicht auf die Temperaturen. Macht sie aber gut, oder? Das Muster ist dieses, das sich super stricken ließ, Sollte ich sie nochmal machen würde ich aber keine so krassen Farbunterschiede mehr aussuchen. Das dunkle Grau schimmert doch ziemlich durch.  Damit der kleine Mensch nicht zu kurz kommt bekommt er noch ein paar Restesöckchen in weiß.


Für alle weiteren Fragen, ob das Baby schon da ist: Bitte hier klicken ;)


Freitag, 24. März 2017

Strickfasten - Auf den Nadeln

Neulich habe ich ja schonmal erzählt, dass ich die Strickerei wieder für mich entdeckt habe. Angefangene Projekte und vor allem haufenweise Wolle und große Pläne dazu im Hinterkopf habe ich ja ohnehin in beschämender Menge, vor allem angesichts des mäßigen Outputs. Als ich zu Beginn der Fastenzeit also auf der Suche nach einem guten Vorsatz war und Knechten ohne Süßigkeiten und mit übermäßigem Sport dank des Babybauchs schonmal raus waren, kam ich auf die Idee das ein oder andere Strickstück fertigzustellen.

Massiv motivationssteigernd war, dass ich das Glück hatte als Teststrickerin für dieses wunderbare Tuch fungieren zu dürfen. An Dreieckstüchern überlege ich schon seit Jahren herum, ob sie zu mir passen, wie man sie am besten "unaltmodisch" kombiniert und so weiter. Letztlich war die Zeit dann wohl reif und ich habe die Gelegenheit gern ergriffen. Die Suche nach der Originalwolle war eine wahre Odyssee, bei der ich sämtlich BC Garn Bezugsquellen im Umfeld nach und nach befragt und abgeklappert habe, bis ich mit einer Woche Verspätung dann doch online bestellt habe und mit einer weiteren Woche Verzögerung endlich zu den Nadeln greifen konnte. Dem zeitweiligen Beschäftigungsverbot sei es gedankt, dass ich dann doch recht schnell Erfolge verzeichnen konnte und auch gut bis Ende März fertig werden kann.


Eigentlich ist es ja ziemlicher Quatsch für das Sommerbaby zu stricken. Grund eins ist offensichtlich: Sommerbaby. Wenn es warm wird braucht es ganz sicher keine wollenen Hosen und Jacken. Außerdem wachsen kleine Menschen ja auch dermaßen schnell, dass man länger strickt als sie das Kleidungsstück tatsächlich anhaben, bevor sie rauswachsen. 
Eigentlich also. Uneigentlich habe ich dennoch einen Pullunder für den nächsten Winter angeschlagen. Ein 100-Gramm-Knäuel, das ich irgendwann mal aus der Wollknoll-Restekiste gezogen habe und das laut Brennprobe aus reiner Wolle zu bestehen scheint, hat locker für diese Anleitung ausgereicht. Das Rückenteil ist fertig und vorne fehlt eigentlich auch nur noch der Teil mit den Knopflöchern. Aber meistens scheitert mein Gestrick gerade an so Fitzelzeug, für das man sich (auch wenn es eigentlich nur fünf Minuten wären) konzentrieren muss. 


Und zu guter Letzt ein weiteres Teil, das auf einmal Denkarbeit erforderte und nicht mehr nur einfach geradeaus ging. Letztes Jahr habe ich im Februar bereits gezeigt, dass ich diesen Pulli angefangen habe. Sobald es an die Ärmel ging, hat mich dann die Lust verlassen mit einem Nadelspiel weiterzumachen und das gute Stück ging in die Sommerpause, aus der es gerade erst langsam wieder erwacht. Fertig wird von den alten Karteileichen also nur eine, aber immerhin. Vielleicht trägt mich die Euphorie ja noch ein Weilchen weiter. Immerhin liegen ja noch zwei andere angefangene Pullover hier... (Von der großen Sockenwollbestellung, als bei Drops Aktionswochen waren, ganz zu schweigen.)


All das darf jetzt auf zu auf den Nadeln, wo auch ganz viele andere fleißige Menschen zeigen, was sie diesen Monat so werkeln. Ich stöbere ja gern. Hat nur den großen Nachteil, dass die Wunschliste noch länger wird.

Montag, 13. März 2017

12 Bilder vom Arbeitssonntag

Schon wieder ein Sonntag und schon wieder voller Zeitungsarbeit. Langweilt ihr euch schon? Ich hoffe nicht.
Wie immer werden hier die anderen Einblicke vom 12 gesammelt.


Noch mitten in der Nacht aber schon am 12: Das Brot aus dem Ofen gezogen und müde ins Bett gewankt. Dank zeitraubender Bäckerei und vollem Zeitungsterminplan (Stichwort Männergesangsverein) war frühes Schlafengehen leider nicht drin. Stattdessen saß ein müder Schreiberling vor blinkendem Cursor und freute sich über jeden einigermaßen sinnigen Satz.


Am nächsten Morgen: Das neue Brot angeschnitten und wie jedes erstmalig versuchte Rezept dem kritischen Butterbrottest unterzogen. 


Direkt nach dem Frühstück wollte dann auch schon die to-do-Liste weiter abgearbeitet werden. Zuallererst aber mal schauen, ob die nachts noch sinnig erscheinenden Sätze bei Licht auch noch was taugen.


Währenddessen die Kamera an den Strom gehängt. 


Mittagessen trifft Schwabenklischees. War lecker!


In die neuen (flachen!) Schuhe geschmissen, um zum großen Sonntagstermin zu eilen.


Artikel über die Automeile. Sechs Autohäuser in knapp drei Stunden. Joa, muss man Autos schon mögen für sowas.


Vom Driving Instructor mitgenommen worden, der Assistenzprogramme vorführte. Mein Favorit: Neben das (dann führerlose) Auto stellen und auf dem Handy den Befehl zum Einparken geben.


Nach einem Plauder- und Bilderabgabetermin in der Redaktion mit einem riesigen Loch im Bauch heimgekommen. Mit Bananenquark und veganem Guggelhupf das Loch gefüllt.


Für die Nerven und die Schreibmotivation für die drei fehlenden Texte mit Schokolade nachgeholfen.


Mini-Strickpäuschen


Dem Vollmond Hallo gesagt und weitergeschrieben.

Donnerstag, 23. Februar 2017

Strickhoch, Wärmflasche und Selbstkritisches

Derzeit durchlebe ich wieder ein wahres Strichhoch. Kennen das die anderen Strickerinnen auch, dass man auf einmal wieder zu den wochenlang vernachlässigten Nadeln greift? Bei mir geht das ja meistens mit noch mehr Wollanschaffungen einher, weil ich so viele tolle Anleitungen etc. finde, dass ich mich schneller durchklicken und begeistern als stricken kann.


Vielleicht rührt daher ja der massive Stolz endlich mal wieder etwas fertig bekommen zu haben - und sei es auch nur eine Kleinigkeit. Die dafür aber immerhin aus selbstgesponnener (und gut abgelagerter) Wolle. Als ich mein Spinnrad damals gekauft habe wurde aus den ersten Versuchen ein Katzenkissen... Das sagt vermutlich alles über die Qualität. Das hier war dann schon unter den nächsten Versuchen und so richtig zufrieden bin ich damit auch nicht, aber hey. Sowohl bunte als auch weiße Wolle sind auch einem Vlies gesponnen. Inzwischen bin ich auch da etwas klüger und präferiere Bänder.


Na ja, vielleicht finde ich sie im Grunde doch ganz ok. Wenn ich einfach behaupte die leichte Struktur soll so? Ihr merkt schon, ich schwanke zwischen überhöhten Ansprüchen und "Hab-ich-ganz-alleine-gemacht-Stolz". Long Story short, ich habe eine Wärmflaschenhülle für die Lieblingsnachbarin gestrickt, die ihr hoffentlich jetzt schon die Füße wärmt.
Und weil sie ein absolutes Anker-Fangirl ist habe ich natürlich auch einen Anker darauf gemacht. Beim nächsten Mal würde ich den wohl eher abschließend aufsticken statt ihn einzustricken, um das Strickbild ein bisschen gleichmäßiger zu gestalten.
Unterm Strich: Eigene Wolle, eigene Anleitung. Passt schon, oder?


Dienstag, 8. November 2016

Oktoberschnickschnack

Hach ja, Oktober, wo bist du nur hin? Nachdem ich ich mit Sack und Pack wieder daheim eingezogen bin (semi-empfehlenswert) war ich erstmal lange damit beschäftigt den Krempel, der sich über sechs Jahre in einem eigenen Haushalt ansammelt einzusortieren (semi-witzig). Über die Kartons, die nach wie vor im Bus stehen und der Dinge harren breiten wir an dieser Stelle den Mantel des Schweigens.



Skandalöserweise hat sich einfach so der Backofen verabschiedet und das intensive Bekümmern des Sauerteigs musste leider warten. Inzwischen ist der Nachfolger eingezogen und so langsam wird es wieder was. Momentan befinde ich mich, ehrlich gesagt, noch in einer Rumprobierphase. Je älter der Sauerteig wird, desto stabiler wird er ja auch. Außerdem backe ich mich munter durch Bauernbrote, Karottenbrote und Kartoffelbrote. Manche Rezepte werden direkt nach dem ersten Mal ausprobiert, andere wie das Bierbrot haben (mit anderem Bier) eine zweite Chance bekommen und könnten direkt ins Standardprogramm übergehen. Habt ihr Lust auf mein Favoritenrezept, wenn ich mal eines gefunden habe? Das unten ist übrigens ein Brownieversuch, bei dem der Teig mit Bohnen gemacht wird. Memo an mich: Kann man machen. Kann man aber auch lassen. Egal, was sie Fitnessblogs einem so von Eiweiß und zuckerreduziert erzählen, lecker ist halt doch irgendwie anders.


Einen richtigen Job wollte mein Zeitungschef mir nicht geben. Sparmaßnahmen. Termine hatte er trotzdem noch und nöcher. Somit wurde der Oktober ein absoluter Rekordmonat mit 34 Artikeln und gefühlt keinem freien Abend oder Wochenende. Aber auch mit überwiegend sehr spannenden Terminen: Zum Beispiel das erste Mal im Gefängnis. Ein Theaterstück für die Insassen, die alle hinter mit saßen (Ein bisschen unangenehm. Da treffen Vorurteile auf Schisser, aber im Blick haben wäre mir irgendwie lieber gewesen.) Aber auch spannend Vorträge von der Präsidentin der Welthungerhilfe Bärbel Dieckmann oder dem ehemaligen ARD-Korrespondenten für den Nahen Osten Ulrich Kienzle. Ich habe Friederike Feil zugehört, die über Sportlerernährung referiert hat und absolute Profis beim Tango Agentino gesehen. Ich habe mit der Zauberformel "Zeitung" einmal das Street Food Program hoch und runter probiert und schwäbische Unterhaltungsurgesteine erlebt. 
Neben Lokalzeitung stand außerdem zum ersten Mal auch ein anderer Abnehmer meiner Artikel auf der Agenda. Habe ich meine Seele an eine katholische Kirchenzeitung verkauft? - Scheint so. Zahlen die etwa das vierfache pro Zeile? - Aber hallo!


Ansonsten stand tatsächlich hauptsächlich akklimatisieren, die üblichen Herbstzipperlein auskurieren und nur ein klitzekleines bisschen Handarbeiten an. Aus dieser (selbstgesponnenen) Wolle soll (möglichst schnell, der Geburtstag war immerhin im Juli) eine Wärmflaschenhülle für die Lieblingsnachbarin werden, bevor der Winter kam und ging und die Arme dank meiner Trödelei die ganze Zeit kalte Füße hatte. Ich bin dran, versprochen!

Montag, 15. Februar 2016

Auf den Nadeln

Neulich wurde ich ja schon gefragt, was aus der französischen Mohairwolle wurde. Ich würde das an dieser Stelle gern elegant unter den Tisch fallen lassen (Ich bin aber vermutlich nicht der einzige Stricker, der wahllos Projekte beginnt und Wolle kauft, oder?) und stattdessen vom neusten und aktuellen Gestrick schwärmen. In den Weihnachtsferien habe ich die Wolle für einen von oben nach unten gestrickten Pullover gekauft. Mit Raglanärmeln, Patent und lockerem Schnitt sah das gute Stück so kuschelig aus, dass ich nicht widerstehen konnte.


Das hier ist die Anleitung, die ich mit der Originalwolle in rot, stricke. Allerdings verwende ich eine geringere Nadelstärke, die aber trotzdem noch ein sehr lockeres Strickbild ergibt. Mit 77% Alpaka ist die Wolle schmuseweich und das Stricken ist ein wahres Vergnügen. Die anderen 23% sind Seide, die einen dezenten Schimmer mit sich bringt. Mit dicken Nadeln und einem einfachen Muster geht das Stricken erwartungsgemäß schnell. Eine Staffel Suits und ein halber Pullover sind schnell zu schaffen. Empfehlung für beides - auch wenn Suits eher Lust auf Bleistiftröcke und strenge Blusen macht.


Die Bilder habe ich vor ein paar Tagen schon photographiert (Ich bringe es einfach nicht über mich das mit f zu schreiben. Wie doof sieht denn bitte fotografiert aus?). Dazwischen lagen ein paar Tage Skifahren mit abendlichem Stricken auf der Hütte, so dass ich inzwischen nicht mehr unter den Armen sondern an der Taille bin. Entgegen der Anleitung, die keine Abnahmen vorsieht, habe ich dort nun Abnahmen eingearbeitet, um anschließend nicht allzu kastig auszusehen. 
Rottöne sind ja bekanntermaßen schwer zu treffen. Tendenziell liegt die Wahrheit wohl eher bei Bild 3. Ein schöner, leuchtender Ton aber dennoch nicht zu kalt.


Ein Glücksfund im Internet ist übrigens dieser Blog. Ich mag es ja sehr, wenn Stricken, modern, hell, klar und in schönen Bildern repräsentiert wird. In diesem Sinne gehe ich mich jetzt verlinken, um dann weiter dem Strickvergnügen zu frönen. 

Donnerstag, 17. September 2015

Tierflauschigkeitscontest

Ich finde ja Flauschigkeit ein ziemliches gutes Feature bei Tieren. Sorry, liebe Schnecken, Schlangen und Fische.

Und am allertollsten sind die Tiere, die das bereitwillig zur Verfügung stellen, seien es schmusige Katzen oder alle Tiere, die Wolle abgeben. Dann kann gudrunella-Strickmädchen nämlich hergehen und sich Flauschigkeit zum anziehen machen.



Dementsprechende Begeisterungsstürme löste der Besuch dieser Mohairfarm hervor. Die Besitzerin selbst führt einen über den idyllisch gelegenen Hof mitten in der Normandie und erklärt die Mohairherstellung. 
Die kleinsten Ziegen werden noch mit der Flasche gefüttert und allesamt sind sie sehr zahm und kommen sofort, um ausgiebig unter dem Kinn gekrault zu werden. 
Neben der ausführlichen Beschmusung des Rohmaterials erklärt sie viel über andere Wolltiere (Gibts da einen richtigen Namen für?) und die Theorie der Weiterverarbeitung. So wird die Wolle - von Hand - in fünf Feinheitsgrade sortiert, flauschig, flauschiger, am flauschigsten. Im kleinen Hofladen endet der Rundgang dann.


Die Modelle sind wohl alle von ihr selbst designt und sie strickt dann nach individuellen Maßen - von Hand! Meine Strickmotivation hat vor lauter Begeisterung angesichts der Tatsache, dass es tatsächlich Menschen gibt, die es nicht nur auf eine halben Pullover pro Jahr bringen, erstmal einen Salto hingelegt. Natürlich hab ich es auch nicht geschafft ohne neue Wolle rauszulaufen. Zeig ich ein andermal, aller Wahrscheinlichkeit nach wird das Mohair eh "nur" als Beilauffaden genutzt. Stay tuned...